48 Stunden Neukölln

Wir machen das nur gegen Kohle nimmt an dem Festival 48 Stunden Neukölln teil

„Wir machen das nur gegen Kohle“ wird mit Unterstützung von Brot für die Welt und Kunstrial e. V. im Rahmen von 48 Stunden Neukölln gezeigt.

Das Kollektiv Curiosity (Julián Santana, Daniel Poveda und Katherine León) arbeitet haupsächlich mit künstlerischen Aktionen im öffentlichen Raum, Fotografie, Videokunst und Dokumentationen. Eine Reihe von Performances, Installationen, Zeichnungen und Fotos wurden im Rahmen des 48 Stunden Neukölln Kunstfestivals ausgestellt.

Die Absicht des Kollektivs besteht darin, mit der interdisziplinären Ausstellung die soziale und ökologische Problematik in Kolumbien sichtbar zu machen, die mit der Energiewende in Deutschland verbunden ist. Besonders fokussieren sie sich dabei auf die  allmähliche, jedoch zwangsläufige Veränderung der Landschaft und die ungeeigneten Bedingungen der Bewohnbarkeit des Territoriums gegenüber dem Bedarf an Wohlstand und Lebensqualität in entwickelten Ländern.

Von den mehr als 80 Millionen Tonnen Kohle, die jedes Jahr in Kolumbien produziert und abgebaut werden, werden zwei Drittel für den europäischen Bedarf aufgewendet. 2011 war Kolumbien der erste Kohle-Anbieter für Deutschland mit 10,55 Mio. Tonnen (Bitter Coal. urgewald y FIAN, 2013). Jedoch ist der Kohlenbergbau in Kolumbien der Auslöser kritischer sozialer und ökologischer Probleme, wie Umweltverschmutzung, Atemwegserkrankungen, Vertreibung zahlreicher Gemeinden und Menschenrechtsverletzungen.

Um diese Problematik zu verdeutlichen, wurden bei der Ausstellung einige dokumentarische und experimentelle Videos projiziert, die die Transformation der Landschaft zeigen, sowie einige Interviews und Porträts von einer Einwohnerin der Gemeinde El Hatillo in El Cauca, Kolumbien, welche vom Tagebau betroffen ist, und zur Zeit ihre Neuansiedlung mit dem Unternehmen Glenncore aushandelt.

Außerdem war dokumentarisches fotografisches Material von einem Besuch in der Gemeinde der Wayuu, in La Guajira, (im Norden Kolumbiens) Teil der Ausstellung, sowie großformatige Kohlezeichnungen und Performances.

Das artmagazine schrieb über das Projekt:

Wir machen das nur gegen Kohle wirft einen kritischen Blick auf den Kohleexport aus ihrer kolumbianischen Heimat, nicht zuletzt nach Deutschland. Unter Verstoß gegen Sozialstandards und unter Inkaufnahme erheblicher Umweltzerstörungen beliefern Firmen wie Glencore deutsche Stromkonzerne. Für die bitteren Konsequenzen in ihrem Heimatland fanden Julian Santana, Daniel Poveda und Katherine León ausgesprochen ikonisch wirkende Bilder.“

Das Projekt wurde durch Brot für die Welt gefördert und von Kunstrial e. V. präsentiert.

Wir machen das nur gegen Kohle

Wir machen das nur gegen Kohle



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