Die Bahn-Hofdame

Katherine León tanzt als „Die Bahn-Hofdame“ durch die Berliner Unterwelt

Das experimentelle Tanzvideo „Die Bahn-Hofdame“ von Valery Rojas wird im Programm Videokunst beim kolumbianischen Filmfestival Panorama Colombia in Berlin gezeigt.

Der Blick gleitet müde durch das gekachelte Miniatur-Brandenburger Tor eines Berliner U-Bahnfensters hindurch. Doch in einer Parallelwelt tanzt und hüpft die Bahn-Hofdame ausgelassen durch die U-Bahnhöfe.

Das Video von Valery Rojas wurde erstmalig 2015 im Rahmen des kolumbianischen Filmfestivals Panorama Colombia im Videokunst Programm Kurator Rex in der Sektion Nach Hause fahren gezeigt. Julián Santana, der Verantwortliche für das Programm, sagt über die Sektion: „Der Vorteil, so zu leben, dass man sich permanent auf dem Weg nach Hause befindet, liegt darin, dass wir auf halber Strecke das, was uns stört, einfach wegwerfen können, ohne die Möglichkeit zu haben, es im Keller aufzubewahren. In diesen Momenten der Introspektion und Selbstreflexion während du dich von A nach B transportieren lässt, überlegst du, ob du dich verändern möchtest oder ob es möglich ist, dich zu integrieren. Du bemerkst außerdem, ob du so bist, wie andere gesagt haben, ob du dem ähnelst, was du siehst, oder ob du dich tarnst um bald deinem Weg fortzusetzen.

Einige lassen sich treiben, andere sind professionelle Nomaden. Aber in beiden Fällen wird eine direkte Verbindung zwischen dem eigenen Körper und dem neuen Terrain zu einer unabdingbaren Notwendigkeit. In diesem Sinne hat der Tanz einen fundamentalen Wert für die Nomaden, die Weltenbummler, die Abenteurer und die Entwurzelten.“

Die Bahn-Hofdame

Regie – Valery Rojas

Bahn-Hofdame – Katherine León

Produktion – Kunstrial e. V.

 



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