Seit über sieben Jahren erarbeitet Kunstrial e. V. Konzepte und Projekte, die dem lateinamerikanischen Kino eine Plattform in Berlin bieten.

Dieses Jahr präsentiert der gemeinnützige Verein das Filmfestival La Sur Real, bei welchem Kurzfilme gezeigt werden, die Territorien des Globalen Südens durch eine dekoloniale Linse betrachten, und lokales Wissen und Befreiungskämpfer:innen würdigen. Die ausgewählten filmischen Werke untersuchen kritisch existierende Nord-Süd-Beziehungen, sie hinterfragen weiße, patriarchalische Machtstrukturen, und demontieren normative, westliche Denkmuster. Das selbstorganisierte Festival findet in Kollaboration mit Mobile Kino, der Køpi und Ardiendo / Still Burning statt. Die offizielle Auswahl besteht aus Kurzfilmen aus Kolumbien, Peru, Brasilien, Argentinien, Chile, Mexiko, Serbien, Thailand, Spanien und Deutschland.

Wir glauben an die Bedeutung des Austauschs von Standpunkten, die neue transformative Vorstellungen hervorbringen, die sich von den bestehenden normativen, hegemonialen Versionen entfernen, die  auf ausgeschlossen gebliebenes Wissen aufgreifen , und die die Art und Weise, wie wir die Realität und damit die Bilder wahrnehmen, erweitern; wir glauben an neuen Standtpunkten, die die kollektive Identitäten flexibler machen, die das Materielle, das Nicht-Menschliche und das Tier als relational integrieren und andere Möglichkeiten schaffen, uns selbst mit den dem Kino zugeschriebenen Mitteln zu verbinden. 

Wir zeigen Kurzfilme, die eine dekoloniale Lesart der Gebiete, vor allem von Abya Yala, vorschlagen und unser eigenes emanzipatorisches Wissen einfordern. Wir sind auf der Suche nach Filmen, die eine Kritik der bestehenden Beziehungen zwischen dem globalen Norden und Süden vorschlagen, die patriarchalische weiße Vorherrschaft in Frage stellen und Zusammenhänge aufzeigen, die westliche normative Vorgaben aufbrechen. 

Wir zeigen die Darstellungen indigener, schwarzer, afroamerikanischer und bäuerlicher Bevölkerungsgruppen und derjenigen, die sich für die Freiheit ihres Körpers auf der Leinwand einsetzen. Wir feiern in diesem Raum ihre Bräuche, Sitten und Gebräuche, ihre Kosmovisionen, ihre Art, mit der Natur umzugehen, ihr Essen, ihre Musik, ihre Medizin, ihre Worte und die Schaffung von Wissen. 

Wir suchen audiovisuelle Werke, die von Kämpfen, von der Erinnerung an den Süden, von Exilanten, von Konflikten, von Archiven erzählen,  die aus unserer zum Schweigen gebrachten Geschichte gerettet wurden, wir sind auf der Suche nach filmischen Werken, die sich für Migranten einsetzen, vor allem in historisch hegemonialen Ländern, die die Existenz unserer Körper als autonome politische Subjekte hervorheben, die in der Lage sind, über sich selbst zu bestimmen, die über ihre eigene Stimme und ihr eigenes Denken verfügen.

Nach einer offenen Ausschreibung, präsentiert La Sur Real eine Auswahl an Kurzfilmen unter dem Motto “Wir waren nie einverstanden”. Die offizielle Festivalauswahl wird am 10. September 2022 in der Køpi gezeigt. 

Datum: 10. September 2022

Einlass: 18:00 Uhr

Ort: Køpi, Köpenicker Str. 137, 10179 Berlin

Website: https://lasurrealfilmfestival.com/

Instagram: https://www.instagram.com/lasurrealfilmfestival/

Facebook: https://www.facebook.com/lasurrealff

PROGRAMM